Donnerstag, 23. Februar 2012, 00:40:19 Uhr

I C H: Blogstorys mit Marcel Krebs - bis am 21.9.11 im Resultate

21. Februar 2012, 11:42

Die Tage danach

Die Tage werden wieder länger - meine Nächte leider auch. Schlafstörungen, immer wieder Aufwachen, chaotische Traumerinnerungen und sogar Schuldgefühle. Das nennt man also Trauma. Eigentlich will und wollte ich es nicht wahrhaben, doch die beste Medizin für solche Ereignisse ist, dass man beginnt, seine schrecklichen Erinnerungen, zu verarbeiten, darüber zu reden, um sie schlussendlich ganz zu beseitigen. Ich habe schon vielen Menschen geholfen, solche Schreckenserlebnisse zu verarbeiten und nun? Nun stehe ich an der genau gleichen Stelle, bin voller Schuldgefühle, dass ich im entscheidenden Moment versagt habe. Wieso habe ich dies, wieso das nicht gemacht.....  »

13. Februar 2012, 08:57

Ich schenke Euch das Leben

Larry der Berner Sennenhund Mischling lebt nicht mehr

Larry unser Sennenhundeli und unser Glücksbringer, ist bei einem tragischen Unglück in unserem Ferienhaus ums Leben gekommen. Das Feuer war zu gross um ihn noch zu retten. Wir trauern um ihn. Larry war die Liebenswürdigkeit in Person. Er liebte Kinder über alles und sein Hobby war der Fressnapf. Nun ist Larry den Weg in die ewigen Jagdgründe gegangen. Hoch oben im Himmel schaut er zu uns hinunter. Für uns hat das Drama des vergangenen Freitag Abend ein Schockzustand hervorgerufen. Wir beide, Andrea und ich sind nur mit knapper Not dem Tod entgangen. Wir haben alles verloren, doch unsere Liebe zueinander ist dadurch nur noch stärker geworden, auch wenn der Verlust unseres Lieblings sehr schmerzt.  »

14. Januar 2012, 01:09

Ich lauf durch die Nacht

Eine Gute Nacht Geschichte

Sind Sie auch schon mitten in der Nacht durch dunkle Wälder, einsame Schneefelder und den Felswänden entlang gelaufen? Um so richtig abzuschalten, gibt es nichts Schöneres. Das Unheimliche ist faszinierend, das Ungewisse prickelnd und das Unvorhergesehene einmalig. Begleiten Sie mich mitten in der Nacht durch die unheimlichen, schwarzen Wälder im Tösstal.  »

06. Dezember 2011, 04:21

Ein Unglück kommt selten allein

Seit Wochen, ja schon seit Monaten lesen wir in der Zeitung immer wieder die gleichen Schlagzeilen. Euro vor dem Aus, Griechenland bankrott oder die EU vor dem Zusammenbruch. Man könnte meinen den Schreibern falle nichts mehr ein. Wo bleiben die so beliebten Unfälle und Verbrechen? Interessieren sie uns überhaupt nicht mehr? Manchmal hat dann zwischendurch der Einkauf in Deutschland noch seinen Platz für fettgedruckte Zeilen und das gleich hundert Mal in allen Blättern, von den Grossauflagen bis hin zum Wochenblättli entlang der Grenzen. Wir leben.....  »

26. November 2011, 01:19

Er passte ganz einfach nicht hierher!

Müssen wir wirklich in jedes Schema passen?

Im Berner Oberland, genau im Frutigen Tal wird ein Mann ermordet. Auf die Frage des Reporters einer grossen Zeitung sagten die Menschen im Dorf:"Er passte einfach nicht zu uns und, nicht hierher! Er trug einen Hut, einen schwarzen Mantel, Stiefel etc. Die Frage in dieser Geschichte liegt nicht auf der Frage, wer der Mörder ist, sondern liegt auf dem Fokus des Verständnisses, der Gleichberechtigung und der Eigenständigkeit: Müssen wir genau das Gleiche tun und genau so aussehen wie alle anderen? Haben Sie sich auch schon darüber Gedanken gemacht? Sehen Sie genau so aus, wie alle anderen oder sind Sie auch einer oder eine von diesen Fremden, diesen Aussenseitern? Nur weil Sie andere Kleidung tragen, einen Hut oder mit dem Rennvelo zur Arbeit fahren? Für mich bw. ist dieses persönliche Aussehen wichtig, ich möchte nämlich so sein, wie ich wirklich bin und nicht wie die anderen mich sehen wollen. Dabei gefällt es mir mal so und mal so. Klar, auch ich gehe bei einer Einladung die ich ins Baur au Lac erhalte selbstverständlich recht angezogen, sauber und frisch geduscht. Woran liegt es dann, das wir Menschen nach ihrem Äusseren beurteilen oder manchmal eben vorverurteilen? Wieso hat der Mann im schwarzen Mantel und dem Rossschwanz denn nicht ins Dorfbild gepasst?  »

27. Oktober 2011, 23:51

Das Leiden ist unter uns

Hier esse ich, hier schlafe ich, hier verbringe ich meine Freizeit

Der Wahlsonntag ist vorbei. Viele politische "Persönlichkeiten" haben sich auf alle mögliche Weise profiliert, haben Versprechen abgegeben nur um gewählt zu werden. Die Erfahrung zeigt aber auch, das über 80% des Versprochenen niemals eingehalten wird oder ganz einfach vergessen wird. Themen wie "Stoppt die Ausländer" oder "Wir wählen liberal" etc. sind Vergangenheit. Es geht um Macht, um persönlichen Erfolg und die Stärkung der eigenen Parteireihen. Charity ist zum Modewort geworden, mit Charity holt man Punkte, mit Charity zeigt man die gute Seite, mit Charity lenkt man vom Bösen ab. Das Geschwafel, das während der vergangenen Wahlwochen bald wieder vergessen ist, ist ja auch gut. Das die Versprechen genauso versanden ist traurig und liegt im Wort Versprechen verborgen. Versprechen wird zum Verbrechen. Ein Verbrechen an der Menschlichkeit, an den Menschen in Not und die, die in absoluter Armut leben. Und diese Armut hat mittlerweile in der Schweiz eine erschreckende Grösse erreicht, Tendenz steigend. Von dieser Armut, von diesem Elend wird nicht und nie gesprochen. Die Politiker des Charity schreiten nun über den roten Teppich, er könnte mit Blut der Armen getränkt sein - so rot ist er - doch stört es?  »

08. Oktober 2011, 21:36

Es schneit - um mich herum ist es dunkel...

Ich bin weit draussen, mitten im Schwarzwald, es ist dunkel und ich sitze in einem riesigen Hotel, es hat nicht viele Gäste - es ist Samstag. Ich starre aus dem Fenster. Es schneit, es schneit und man hört den Graupelregen auf das Glasdach des gedeckten Hallenbades klatschen. Das Bad ist durch einen unterirdischen Gang zu erreichen. Es steht mitten im Wald, noch tiefer als das Hotel. Eine Frau schwimmt einsam im stahlblauen Becken rauf und runter, eine Länge nach der anderen.  »