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I C H: Blogstorys mit Marcel Krebs - bis am 21.9.11 im Resultate
21. Februar 2012, 11:42
Die Tage danach
Die Tage werden wieder länger - meine Nächte leider auch. Schlafstörungen, immer wieder Aufwachen, chaotische Traumerinnerungen und sogar Schuldgefühle. Das nennt man also Trauma. Eigentlich will und wollte ich es nicht wahrhaben, doch die beste Medizin für solche Ereignisse ist, dass man beginnt, seine schrecklichen Erinnerungen, zu verarbeiten, darüber zu reden, um sie schlussendlich ganz zu beseitigen. Ich habe schon vielen Menschen geholfen, solche Schreckenserlebnisse zu verarbeiten und nun? Nun stehe ich an der genau gleichen Stelle, bin voller Schuldgefühle, dass ich im entscheidenden Moment versagt habe. Wieso habe ich dies, wieso das nicht gemacht..... »
14. Februar 2012, 18:27
Der Weg zum Himmel
Was haben wir hier unten für eine Mission? Was ist unser Tun? Was sind unsere Aufgaben und was erwarten wir für Resultate? Gedanken über Gedanken. Während ich auf schmalem eisigen Weg hoch über der Staumauer den steilen Grat entlang gehe, blicke ich immer wieder hinunter, hinunter auf dem mit Eisplatten belegten Stausee. Unheimlich sieht es aus und ich kann mir gut vorstellen, dass bei einem Ausrutscher der Wanderer sofort lautlos im eiskalten und tiefen Stausee verschwindet und nicht mehr auftaucht. »
13. Februar 2012, 08:57
Ich schenke Euch das Leben
Larry der Berner Sennenhund Mischling lebt nicht mehr
Larry unser Sennenhundeli und unser Glücksbringer, ist bei einem tragischen Unglück in unserem Ferienhaus ums Leben gekommen. Das Feuer war zu gross um ihn noch zu retten. Wir trauern um ihn. Larry war die Liebenswürdigkeit in Person. Er liebte Kinder über alles und sein Hobby war der Fressnapf. Nun ist Larry den Weg in die ewigen Jagdgründe gegangen. Hoch oben im Himmel schaut er zu uns hinunter. Für uns hat das Drama des vergangenen Freitag Abend ein Schockzustand hervorgerufen. Wir beide, Andrea und ich sind nur mit knapper Not dem Tod entgangen. Wir haben alles verloren, doch unsere Liebe zueinander ist dadurch nur noch stärker geworden, auch wenn der Verlust unseres Lieblings sehr schmerzt. »
05. Februar 2012, 05:28
Verzweifelt im Eis und Schnee
Ich steh mitten in der Nacht draussen im Eis und im Schnee. Es ist kalt, verdammt kalt. Die Nachrichten von SWR 4 vor zehn Minuten gaben eine Minustemperatur von 15° an. Ja, es ist sau kalt. In meinen warmen Skianzug gehüllt, an den Füssen wasserdichte Gore-Tex Wanderschuhe marschiere ich Richtung Wald, den grossen dunklen Wald. Der Weg ist längst nicht mehr zu erkennen, er ist zugeschneit. Wenn ich nicht auf dem darunterliegenden Strässchen gehe, merke ich dies sofort - ich sauf ein, tief ein. Mindestens 1 m Schnee liegt da oben, hoch oben im Tösstal. Meine Hütte liegt da einsam in der Landschaft - zwischen Wäldern, Wasserfällen und tiefen Abgründen. »
14. Januar 2012, 01:09
Ich lauf durch die Nacht
Eine Gute Nacht Geschichte
Sind Sie auch schon mitten in der Nacht durch dunkle Wälder, einsame Schneefelder und den Felswänden entlang gelaufen? Um so richtig abzuschalten, gibt es nichts Schöneres. Das Unheimliche ist faszinierend, das Ungewisse prickelnd und das Unvorhergesehene einmalig. Begleiten Sie mich mitten in der Nacht durch die unheimlichen, schwarzen Wälder im Tösstal. »
13. Dezember 2011, 10:19
Im Namen der Heiligkeit und der Scheinheiligkeit
Dezembertage, Adventstage und Vorweihnachtstage, sind nicht nur zum Nachdenken und um sich auf das Weihnachtsfest zu freuen. Dezembertage sind für die grossen Medien wie Radio DRS und das Schweizer Fernsehen auch Tage der Scheinheiligkeit um Tausenden, ja Hundert Tausenden das Geld aus dem Sack zu ziehen, um die dicken Portemonnaies der Glückskette zu füllen, die dann mit einigen lapidaren Beträgen irgendwo auf der Welt mit gross angerührter Kelle einige wenige Fränkli investiert. Hauptsache aber ist, dass das eigene Bankkonto stetig zunimmt, auch mit ausgeführter Hilfe. »
Leserkommentare (1) »
06. Dezember 2011, 04:21
Ein Unglück kommt selten allein
Seit Wochen, ja schon seit Monaten lesen wir in der Zeitung immer wieder die gleichen Schlagzeilen. Euro vor dem Aus, Griechenland bankrott oder die EU vor dem Zusammenbruch. Man könnte meinen den Schreibern falle nichts mehr ein. Wo bleiben die so beliebten Unfälle und Verbrechen? Interessieren sie uns überhaupt nicht mehr? Manchmal hat dann zwischendurch der Einkauf in Deutschland noch seinen Platz für fettgedruckte Zeilen und das gleich hundert Mal in allen Blättern, von den Grossauflagen bis hin zum Wochenblättli entlang der Grenzen. Wir leben..... »
28. November 2011, 22:53
Verzweiflungstaten
Jeden Tag liest man es in den Zeitungen. Die Schlagzeilen hören nicht mehr auf. Kantonsratspräsident beging Selbstmord im Ferienhaus. Arbeitsloser schiesst auf die Polizei und richtet sich in Bedrängnis mit einem Kopfschuss selbst. CEO der weltbekannten "Hueschtenzeltli" Ricola macht Suizid. Startrainer der walisischen Nationalmannschaft erhängt sich in der Garage. Die "Liste" kann beliebig fortgesetzt werden und jeden Tag um neue Mitglieder grosszügig erweitert werden. Eines haben aber alle Taten gemeinsam, sie geschehen aus Verzweiflung, weil die betreffenden nicht mehr weiter wissen. Muss es aber so weit kommen? Sind wir da nicht alle auch mitschuldig? Tun wir alles dafür, damit Menschen Hilfe finden und auch bekommen? Auch hier sind es Fragen die nie aufhören wollen, Fragen des Gewissens, Fragen der Ethik und Fragen des Verstandes. Wir sind mit unserer Gesellschaft in diesem Moment angelangt, wo es Zeit wäre umzudenken. Vielleicht können die vielen Selbstmorde, die gerade jetzt passieren uns aufrütteln und uns wachschütteln und uns zum Umdenken bewegen. Vielleicht oder vielleicht auch nicht. (C)Fotos M.Krebs. »
26. November 2011, 01:19
Er passte ganz einfach nicht hierher!
Müssen wir wirklich in jedes Schema passen?
Im Berner Oberland, genau im Frutigen Tal wird ein Mann ermordet. Auf die Frage des Reporters einer grossen Zeitung sagten die Menschen im Dorf:"Er passte einfach nicht zu uns und, nicht hierher! Er trug einen Hut, einen schwarzen Mantel, Stiefel etc. Die Frage in dieser Geschichte liegt nicht auf der Frage, wer der Mörder ist, sondern liegt auf dem Fokus des Verständnisses, der Gleichberechtigung und der Eigenständigkeit: Müssen wir genau das Gleiche tun und genau so aussehen wie alle anderen? Haben Sie sich auch schon darüber Gedanken gemacht? Sehen Sie genau so aus, wie alle anderen oder sind Sie auch einer oder eine von diesen Fremden, diesen Aussenseitern? Nur weil Sie andere Kleidung tragen, einen Hut oder mit dem Rennvelo zur Arbeit fahren? Für mich bw. ist dieses persönliche Aussehen wichtig, ich möchte nämlich so sein, wie ich wirklich bin und nicht wie die anderen mich sehen wollen. Dabei gefällt es mir mal so und mal so. Klar, auch ich gehe bei einer Einladung die ich ins Baur au Lac erhalte selbstverständlich recht angezogen, sauber und frisch geduscht. Woran liegt es dann, das wir Menschen nach ihrem Äusseren beurteilen oder manchmal eben vorverurteilen? Wieso hat der Mann im schwarzen Mantel und dem Rossschwanz denn nicht ins Dorfbild gepasst? »
08. November 2011, 05:07
Es kommen noch kalte Tage
Der alte Mann ist nicht mehr da. Der alte Mann ist weg, wohin? Ist er zu seiner Freundin gezogen, von der er immer sprach, oder war das ganz von dem er erzählte einfach sein Wunschdenken? Hubert K. bleibt verschwunden. Gestern Abend habe ich mit ihm ein letztes Mal gesprochen. Wir standen unter der Strassenlaterne, er versuchte immer das Dunkel auszunützen, damit ich nicht sein Gesicht sehe. Kann ich Ihnen helfen, Hubert? So habe ich ihn gefragt. Doch er verneinte, gab sich zuversichtlich und sagte: "Ja, das hier ist jetzt vorbei, ich ziehe jetzt zu meiner Freundin, hinunter ins Tal, hinunter, dort wo im Winter der Schneepflug bereits um fünf durch die Strassen fährt. Ja in einer Woche, nächsten Freitag kommt ein Transporter und holt mein Hab und Gut hier oben ab. Er hätte eigentlich schon gestern kommen sollen, doch der Chauffeur war krank." Was er vergessen hatte oder vielleicht auch nicht wahrhaben wollte - es war am Sonntag sein letzter Tag - sie schickten ihn fort, fort irgendwo hin, ja irgendwo hin ins Ungewisse. (Text und Fotos Marcel Krebs) »
27. Oktober 2011, 23:51
Das Leiden ist unter uns
Hier esse ich, hier schlafe ich, hier verbringe ich meine Freizeit
Der Wahlsonntag ist vorbei. Viele politische "Persönlichkeiten" haben sich auf alle mögliche Weise profiliert, haben Versprechen abgegeben nur um gewählt zu werden. Die Erfahrung zeigt aber auch, das über 80% des Versprochenen niemals eingehalten wird oder ganz einfach vergessen wird. Themen wie "Stoppt die Ausländer" oder "Wir wählen liberal" etc. sind Vergangenheit. Es geht um Macht, um persönlichen Erfolg und die Stärkung der eigenen Parteireihen. Charity ist zum Modewort geworden, mit Charity holt man Punkte, mit Charity zeigt man die gute Seite, mit Charity lenkt man vom Bösen ab. Das Geschwafel, das während der vergangenen Wahlwochen bald wieder vergessen ist, ist ja auch gut. Das die Versprechen genauso versanden ist traurig und liegt im Wort Versprechen verborgen. Versprechen wird zum Verbrechen. Ein Verbrechen an der Menschlichkeit, an den Menschen in Not und die, die in absoluter Armut leben. Und diese Armut hat mittlerweile in der Schweiz eine erschreckende Grösse erreicht, Tendenz steigend. Von dieser Armut, von diesem Elend wird nicht und nie gesprochen. Die Politiker des Charity schreiten nun über den roten Teppich, er könnte mit Blut der Armen getränkt sein - so rot ist er - doch stört es? »
11. Oktober 2011, 22:20
Ein Lachen - Ein Weinen - Ein Warten
Wo bist Du, Dich, wo man Liebe nennt? Wo bist Du, Dich, die man Sehnsucht nennt? Wo bist Du, das wo man Lachen nennt? Wo bist Du, das, dass man Weinen nennt? Wo bist Du, das, dass man Warten nennt? Ich suche Dich überall, Du wundervolle Liebe, Du wundervolles Lachen, Du gefühlvolles Weinen und Du endloses Warten, überall. »
08. Oktober 2011, 21:36
Es schneit - um mich herum ist es dunkel...
Ich bin weit draussen, mitten im Schwarzwald, es ist dunkel und ich sitze in einem riesigen Hotel, es hat nicht viele Gäste - es ist Samstag. Ich starre aus dem Fenster. Es schneit, es schneit und man hört den Graupelregen auf das Glasdach des gedeckten Hallenbades klatschen. Das Bad ist durch einen unterirdischen Gang zu erreichen. Es steht mitten im Wald, noch tiefer als das Hotel. Eine Frau schwimmt einsam im stahlblauen Becken rauf und runter, eine Länge nach der anderen. »
08. Oktober 2011, 19:16
Neu finden Sie die Blogstorys mit Marcel Krebs im - Ich -
Die Blogstorys haben ein neues Plätzchen. Ich finde, sie passen besser hierher und finden hier einen wunderschönen Platz, zwischen Kunst, Reisen und Abenteuer. Nun wünsche ich Ihnen viel Spass beim lesen. Die Storys werden in Zukunft in kürzeren Abständen erscheinen. »



