- Home
- Blogstorys mit Marcel Krebs - bis am 21.9.11 im Resultate
- Tanz und Musik
- Kunst und Ausstellung
- Echos von Erinnerungen
- Hesses malerisch-poetische Doppelbegabung
- Sean Scully
- Kunstförderpreis
- Zwischenmenschliches in Nahaufnahme
- Kunst analog und digital
- Marc Quinn
- Verlängerung der Amiet-Ausstellung
- Passion Bild
- Video Förderpreis
- Kunstmuseum Bern - Hommage an Terry Fox
- Kunstmuseum Bern
- Zeichnung als Experimentierfeld
- Amiet und sein Sammler
- ART ON THE MOVE
- ART BASEL 2011
- München retour
- Ungestüme Sinnlichkeit
- Kunstmuseum Bern Jahreskonferenz 2011
- Rekord dank Anker
- Big Draft Shanghai
- Lust und Laster
- Zwischen Vision und Albtraum
- Erfolg mit Albert Anker:
- Das Leopold Museum Wien
- Ich sehe, also weiss ich (nicht)
- Schön-Schaurige Bilderwelten
- Albert Anker Schöne Welt. Zum 100. Todestag
- Pablo Picasso trifft Paul Klee in Bern
- 44. ART COLOGNE - Die internationale Kunstmesse
- Flucht ins Paradies
- Kunsthaus Zürich zeigt Salomon Gessner
- Die Sammlung Bührle - Kunsthaus Zürich
- 100-Jahre Jubiläum Kunsthaus Zürich
- 100 Jahre Kunsthaus Zürich
- KUNSTEN Museum of Modern Art Aalborg
- Homo sapiens sapiens
- Reportagen 2012
- Wissenschaft und Forschung
- Reportagen
- Musik
- Ferien in aller Welt
- Gesundheit - Bäder
- Foto Folio
- Post von Marcel
- Fotostory
- Mir sind mit em Velo da 2011
- Best Off Lifestyle
- Konzerte
- STYLE&PEOPLE
- Archive 2011










01. Februar 2012, 13:32
Zwischenmenschliches in Nahaufnahme
Bettina Disler Medienkünstlerin
Die Stiftung GegenwART erwarb kürzlich drei Videoarbeiten von Bettina Disler für die Sammlung des Kunstmuseum Bern. Die Zürcher Medienkünstlerin ist bekannt für ihre sorgfältigen Inszenierungen von zwischenmenschlichen Konflikten. Gezeigwerden die drei Neuerwerbungen im Fenster zur Gegenwart des Kunstmuseum Bern @ PROGR.Bettina Disler
O.K. I Love You, 2009 Farbe, Ton, 613Courtesy the artist
Zürich, 1.2.12 Red. (mk) Die drei Videofilme von Bettina Disler berühren ein zentrales Dilemma der heutigen Zeit: nämlich dass ein wachsender Teil der Gesellschaft aus Singles besteht auf der steten Suche nach dem Gegenüber, das mit ihnen das Leben teilen, und sie aus dem solitären Dasein befreien soll. Die Filme kreisen um wechselnde Gefühlslagen zwischen Zweifel, Hoffnung und Sehnsucht.
Liebe und all ihre Facetten
Der Reigen beginnt bei der frischen Verliebtheit von jungen Erwachsenen in If Love Is the Answer Could You Please Rephrase the Question? (2010), lässt in Silver Lining (2011)
Singles zwischen dreissig und vierzig Jahren mit ihren anspruchsvollen Erwartungen an zukünftige Partner zu Wort kommen und endet in O.K. I Love You (2009) beim Scheitern einer Liebesbeziehung. Der Titel verweist mit einer sarkastischen Note auf das Phänomen, dass man sich auch in der Zweisamkeit einsam fühlen kann und dem drückenden Einfluss von gesellschaftlichen Normen und Idealbildern ausgesetzt bleibt.
Unsentimentale Annäherung an grosse Gefühle
Bei allen drei Werken offenbart sich das feine Gewebe zwischen Wunschdenken, intensiver Wahrnehmung des Ist-Zustandes und uneingestandenen Widersprüchen der Protagonisten. Stilsicher navigiert Bettina Disler zwischen Klischees und nähert sich erfrischend unsentimental den grossen Gefühlen. Sie findet Bilder voll visueller Kraft und analytischer Klarheit für ein Thema, dass uns Menschen wohl immer rätselhaft bleiben wird.
Bettina Disler
Bettina Disler ist 1974 in Zürich geboren, lebt und arbeitet in Zürich und Berlin. Sie studierte Film an der New York Film Academy, Videokunst und Kunstgeschichte an der University of New South Wales Sydney sowie an der Zürcher Hochschule der Künste. Sie schloss ihre Ausbildung 2002 mit einem Diplom zur Gestalterin in visueller Kommunikation FH ab. Seit 2001 hat sie an zahlreichen Videofestivals auf der ganzen Welt teilgenommen und wurde für ihr Schaffen mehrfach ausgezeichnet (u.a. Pink Apple Award, Videoex, Migros Kulturprozent, Medienkunstpreis Valiart). Nebenbei arbeitete sie als Regisseurin fürs Theater und inszenierte 2005 die Kinderoper Das Traumfresserchen, eine Produktion der Deutschen Oper Berlin für die Berliner Festspiele 2005. In Bern zeigte sie ihr Schaffen bereits 2008 im Kunstraum der Bank Valiant. 2010 und 2011 erhielt Bettina Disler Werkbeiträge von der Stadt Zürich und vom Aargauer Kuratorium. Ihre Werke befinden sich in der Sammlung der Stadt Zürich, des Kunstmuseums Bern sowie in Sammlungen in Deutschland.
Kunstmuseum Bern Die Ausstellungen
Leserkommentare (0) »

Bettina Disler If Love Is the Answer Could You Please Rephrase the Question?, 2010 Farbe, Ton, 1035 Courtesy the artist

Bettina Disler Silver Lining 2011 Farbe, Ton, 1045 Courtesy the artist


