- Home
- Blogstorys mit Marcel Krebs - bis am 21.9.11 im Resultate
- Tanz und Musik
- Kunst und Ausstellung
- Reportagen 2012
- Wissenschaft und Forschung
- Reportagen
- Musik
- Ferien in aller Welt
- Gesundheit - Bäder
- Foto Folio
- Post von Marcel
- Fotostory
- Mir sind mit em Velo da 2011
- Best Off Lifestyle
- Konzerte
- STYLE&PEOPLE
- Archive 2011










02. Februar 2011, 22:27
Es war eine wunderschöne Zeit
Die erfolgreichste Deutsche Schlagerband hört auf!
Der deutsche Schlager im Jahre 2010: Das Buch einer Legende schließt sich. 41 Jahre Schlagergeschichte in Gestalt von drei Musikern, die alles erreicht haben, was man in diesem Geschäft erreichen kann: Manfred Durban, Bernd Hengst und Olaf Malolepski waren – und sind! – Die Flippers! Die erfolgreichste deutsche Schlagerband aller Zeiten hat sich zum Karriere-Ende entschlossen. Mit ihrer kommenden Tournee, die im März 2011 in der Mannheimer SAP-Arena endet, verabschieden sich Die Flippers endgültig von ihrem Publikum. Vorher sagen die Drei dem grossen Schweizer Publikum adieu - am 24.Februar 2011 im Hallenstadion in Zürich.
Brüttisellen,18.12.10 mk (mk) Die Flippers füllen seit über 40 Jahren Stadien und Hitlisten. Die drei Gründungsmitglieder Manfred Durban, Bernd Hengst und Olaf Malolepski sind die wohl erfolgreichste Schlagerband aller Zeiten. Der Erfolg des Trios ist seit Jahrzehnten ungebrochen. Allein über 30 Gold-Auszeichnungen konnten die Flippers entgegen nehmen. Sieben Platin- Awards und zwei ECHOS stehen zudem für die herausragende Beliebtheit der Flippers. Das Trio bescherte Schlagerfreunden seit der „roten Sonne von Barbados“ mit weit über 900 Titeln einen wahren Hit-Marathon im typischen Flippers-Sound.
Dennoch oder gerade deswegen verabschieden sich die Flippers im Zenit ihrer Laufbahn 2010/2011 mit einer grossen Abschiedstournee, die am 19.03.2011 in der SAP Arena Mannheim endet. Am 24. Februar 2011 kommen sie noch einmal in die Schweiz um persönlich mit ihren Schweizerfans zu feiern und sich zu verabschieden. Noch nie war es so schön, Abschied zu feiern. Eine Ära geht zu Ende – mit einem beispiellosen Hit-Feuerwerk und zahlreichen Überraschungen!
Mit der Abschiedstournee entführen Die Flippers das Publikum ein letztes Mal live auf der Bühne auf eine musikalische Zeitreise und zu den letzten Paradiesen dieser Welt: 40 Jahre Hit auf Hit, Balladen voller Sehnsucht und Leidenschaft, zauberhafte deutsche Schlager-Titel mit Tanz- und Gute-Laune-Garantie , einigen Überraschungen und sicherlich einige noch nie gesehene Bilder und Filmausschnitte Ihrer Karriere.
Die Flippers Abschiedsshow findet am 24. Februar 2011 im Hallenstadion in Zürich statt. Tickets
Das Interview
Mit Olaf von den Flippers sprach Marcel Krebs
mk: Sie sind nun bereits durch viele Städte mit Ihrer Abschiestour gereist, spürt man da bereits Abschiedsschmerzen oder kommen die noch?
Olaf: Ja, man spürt die Wehmut, man ist ja schliesslich über 40 Jahre dabei und man weiss musizieren auf der Bühne werden wir niemals mehr wieder miteinander - klar, man sieht sich noch ab und zu in Zukunft, doch dass ist schon alles - und, dass stimmt schon ein bisschen traurig.
mk: 40 Jahre sind ja eine lange Zeit, gab es Zeitabschnitte wo Sie sich gesagt haben, wir haben genug, ich mag nicht mehr?
Olaf: Nein, dass gab's bei uns nie. Klar, es gab mal so eine Saure Gurkenzeit, wo's mal nicht so lief wie wir wollten, so in den Jahren 1973-1985 - aber da haben wir halt Tanzmusik gemacht. Für uns war diese Zeit trotzdem in Ordnung. Wir machten Musik aus Freude. Ab und zu hat man sicher gedacht, irgendwann wirst du dann aufhören mit der Musik, dass war's dann aber auch schon. Wir haben aber immer an unsere Musik geglaubt und es hat funktioniert.
mk: Sie sind ja mit zwei goldenen Hits in Ihre Karriere gestartet. Weine nicht kleine Eva 1969 und Shalala I Love You 1970. Monatelang waren die beiden Titel in allen Hitparaden - sogar in internationalen und die Scheiben wurden über 3 Millionen mal verkauft. Haben Sie in dieser Zeit daran gedacht, dass die Geschichte mit den Flippers so lange dauern würde?
Olaf: Nein! Die beiden ersten Hits hatten uns bekannt gemacht - doch hätte damals irgendeiner gesagt, in 40 Jahren gehört ihr zu den grössten oder den bekanntesten Künstler Europas, dann hätte ich ihm gesagt, dass glaube ich nicht. Man muss aber auch sagen, es sind soviele glückliche Zustände zusammengekommen. (späterer Songschreiber, Texter und Produzent Uwe Busse der den Flippers 1985-2005 die Hits dutzender Weise auf den Leib schrieb - Rote Sonne von Barbados, Je t'aime heisst ich liebe dich, Mexico, St.Tropez etc.)
mk: Hat sich bei Ihnen 1985 beim "Comeback" auf grosser Bühne etwas verändert?
Olaf: Also, 1985, da ging es erst richtig los. Dass war ja vorher richtig schön, doch mit Der Sonne von Barbados und Malaika und den folgenden Hits gings wirklich richtig los. In den letzten 24 Jahren haben wir insgesamt 60 Goldene und Platin Auszeichnungen bekommen. Mehr Auszeichnungen hat in dieser Zeit kein Künstler in Deutschland bekommen. Dass ist schon einmalig und wir sind darauf auch sehr stolz! Dass hätten wir zusammen niemals geglaubt, wir haben unseren Traum wirklich gelebt!!
mk: Haben Sie in all den Jahren auch Negative Erlebnisse mit Menschen gehabt?
Olaf: Nein! Ich muss sagen, wir haben immer nur mit Menschen zusammengearbeitet den wir auch vertrauten und die uns gegenseitig auch alles gaben, sei dies die Plattenfirma, die Produzenten, die Songschreiber und viele mehr. Alle standen auch zu uns als es in den Siebzigern nicht so gut lief und haben uns immer unterstützt. Wichtig waren für uns in all den Jahren auch die Unterstützung durch unsere Familien. Unsere Frauen haben uns immer Mut gemacht. Es gab natürlich auch Wechsel in unserer Band und heute sind wir ja nur noch zu dritt.
mk: Haben Sie noch Kontakt mit früheren Musikern?
Olaf: Oh ja, der Klaus Backau - da haben wir oder nehmen gerade in einem Studio in Mannheim Musik auf. Mit den anderen haben wir leider keinen Kontakt mehr, man hat sich halt in all den Jahren verloren. Mit einem dem Letzten der aufgehört hat 1974 eben der Klaus Backau machen wir noch sehr viel. Klaus Backau war auch erfolgreich mit anderen Künstlern mit Oesterreichern und mit Schweizern und mit ihm haben wir guten Kontakt und treffen uns ab und zu noch.
mk: Mit Ihren Liedern spenden sie Trost - lösen aber auch grosse Sehnsüchte in den Menschen aus, sie führen Ihre Fans in eine Welt der Unbeschwertheit. Haben Sie diese Unbeschwertheit nur gesungen oder auch gelebt?
Olaf: Oh Ja! Ich bin sehr positiv eingestellt und dies leben wir auch in unseren Familien und natürlich in der Musik. Ich versuche meinen Fans es so rüberzubringen, wie ich es selbst lebe. Leid und Trauer gibt es genug auf der Welt. Wenn man jeden Tag am Morgen die Zeitungen anschaut wird man ja depressiv. Wenn man allen Dingen aber positiv gegenübersteht dann klappt das auch.
mk: Sind Sie ihrem Leben Dankbar, dass Sie ein Flippers waren?
Olaf: Ja, unbedingt - ich würde es wieder so machen. Wo wir angefangen hatten, wusste es ja keiner von uns, dass wir so Erfolg haben würden. Darum sind wir auch alle Drei dem Leben und unseren Fans Dankbar, dass es so geworden ist.
mk: Sie singen ja in Ihren Liedern von der ganzen Welt - wo war es jetzt wirklich am Schönsten?
Olaf: Wir waren vor 15 Jahren mit einer Schweizer Zeitung in der Karibik, die haben uns dorthin eingeladen. Dass war wunderschön. Aber auf Barbados (unserem Hit) waren wir noch nie. Wir sind in dieser Woche in der Karibik nur immer drumrum gefahren. Wir waren auch einige Wochen für einen Spielfilm in Lugano auf dem Luganersee, auch dass war irrsinnig schön - wir waren in Griechenland - in Spanien - doch überall waren wir mit unserer Musik doch nicht und vielleicht wird sich jetzt, wo wir aufhören der Traum von Barbados erfüllen oder sich mal eine Flugreise oder eine Schiffsreise ergeben aus meinen Wünschen nach den Flippers ergeben.
mk: Sie spielen in ihrer Freizeit ja bekanntlich auch Golf - was gibt es sonst noch interessantes zu hören?
Olaf: Ja, das stimmt, ich spiele aber auch Tennis - leider jetzt weniger, nach der Knieoperation. Ich spiele so noch zum Hobby Tennis, früher habe ich in der Mannschaft gespielt, war zweimal Deutscher Vizemeister - diese beiden Sportarten sind nun heute aber wirklich Hobbys - ich bin kein verrückter Golfspieler mehr. Diese Sportaktivitäten kommen in der Woche höchsten 1-2mal vor. Ich musiziere und komponiere in meiner Freizeit, dazu habe ich habe auch ein eigenes Studio und ich geniesse.
mk: Am 19.März 2011 stehen Sie mit den Flippers zum letztenmal auf der Bühne. Im SAP Stadion in Mannheim werden 15'000 Besucher erwartet. Der Termin rückt ja immer näher, wie fühlen Sie sich mit dieser Erkenntnis vom nahenden "Ende"?
Olaf: Ich heule! Da wird die eine oder andere Träne sicher fliessen. Das letzte Konzert, dass war's dann leider. Es wird sicher hart.
mk: Man hört ja und kann es überall lesen, sie wollen als einziger der Band weiter Musik machen - vielleicht mit Ihrer Tochter, was kann man in Zukunft von Ihnen hören?
Olaf: Ich hab mir bis jetzt noch nicht so grosse Gedanken gemacht wann und so, aber ich werden mit meiner Tochter weiter machen - wir haben tolle Aufnahmen. Den Musikstil werden wir aber beibehalten. Wir haben Lieder, Texte - doch im Moment ist noch erstmals Flippers angesagt. Wann und wie es dann weiter geht im nächsten Jahr - wir werden sehen. Aber ich mache sicher nicht aufeinmal etwas anderes als bisher. Ich mach mir aber auch keine grossen Gedanken - Musik ist mein Leben und dass ist für mich die Hauptsache.
mk: Am 24. Februar 2011 ist ihr grosser Auftritt zum Abschied in der Schweiz. Das Halenstadion in Zürich wird bis auf den letzten Platz gefüllt sein. Was möchten Sie ihren Schweizer Fans zum Abschied sagen?
Olaf: Es war eine tolle Zeit, auch in der Schweiz, wir haben sehr viele Schweizer Fans. Ich hab sogar Verwandschaft in der Schweiz. Und auch Mario Eggimann, der Nationalspieler der in Hannover spielt, ist in meiner Verwandschaft. Der Mario war auch bei uns im Konzert in Hannover und haben zusammen dann noch ein Glas Bier getrunken. Ich muss aber sagen, leider waren wir auch viel zu wenig in der Schweiz. Wir würden uns freuen wenn möglichst viele Schweizer Fans ins Hallenstadion kommen. Wir machen auch eine grosse Autogrammstunde. Vor zwei Jahren waren wir ja in Basel und das war wirklich toll. Jetzt freuen wir uns alle auf Zürich und unsere Schweizer Fans.
mk: Wenn Sie jetzt in einem Satz alle Jahre zusammenfassen müssten wie würde der heissen?
In den vier Jahrzehnten war es eine wunderschöne Zeit, ich möchte sie nicht missen, diese Zeit und alles was dazu gehört, war Teil meines Lebens.
Leserkommentare (0) »



