- Archive 2011
- News aus aller Welt
- NEWS AUS ALLER WELT
- Mir sind mit em Velo da
- Reportagen 2011
- Kulturtipps - Reisen
- Das Buch
- Gesundheit
- Besinnlichkeit
- Literatur
- Film
- Holland
- Deutschland
- Wattenmeerurlaub
- Der „Iron Man“ unter den Vögeln
- Urlaub mit Hund
- Lokschuppenfest bei der Öchsle Schmalspurbahn
- Harzer Schmalspurbahn
- Niedersächs. Spargelstraße
- Maritime Kultur in Schleswig-Holstein erleben
- Ferien an der Nordsee
- 300 Jahre deutsche Porzellan-Geschichte
- Luther auf Schritt und Tritt
- Schaufenster für Möbel und Design
- Littel Berlin
- Weihnachtsmärkte für jeden Geschmack
- Ferien auf dem Bauernhof-Hofrestaurants
- Künstlerreisen – wo Emil Nolde den Pinsel schwang
- Der Weihnachtsmann der über's Meer kommt!
- UNESCO-Weltkulturerbe – Muskauer Park
- Deutschland - Das Reiseland!
- News & Termine
- Wandern im Osten Deutschlands
- Wandern im Norden-Schleswig-Holstein
- Kultursommer am Kanal
- Schleswig-Holstein Lichterfest am Nordseekanal
- Das neue Museum Kunst der Westküste auf Föhr
- Schleswig-Holsteins Städte
- Ostsee-Holstein-Tourismus e.V
- Maritime Sinnesfreuden bei der SAIL Travemünde
- "Mit dem Fahrrad zu den Wikingern"
- Wattenmeer - Nordsee
- Moderne Zeiten an der Schlei
- Straßenkünstlerfestival in Scharbeutz an der Ostsee
- Im Kuschelheu schlafen!
- Familienpackung an der Ostsee
- Lübecker Bucht
- Geheimtipp St. Peter-Ording
- Tourismus Deutschland
- Wattenmeer zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt
- Urlaub - Lesezeit!
- Schleswig - Holstein Touristenkalender
- Schleswig - Holstein
- Nordsee Tourismus 2009
- Radfahren wo einst die Wikinger hausten!
- Sommerurlaub für Kurzentschlossene
- TV-Tipp: Liebesdrama auf der Hallig mit Klaus J. Behrendt
- Ein Wochenende in Preez zu gewinnen!
- Dänemark
- Liechtenstein
- Fotoreportagen 2011
- Vergnügen
- Das Ferien Magazin
- Reisetipps
- Aus aller Welt
- Campingurlaub
- Ferien für Geniesser Südtirol
- Musikszene
- Wohin geht's?
- Jugendherbergen
- Leserreportagen










01. Oktober 2010, 16:44
Der „Iron Man“ unter den Vögeln
In der Reihe „Der Nationalpark für Entdecker“ berichtet die Nationalparkverwaltung diesmal über die Rekordleistung eines Vogels, der nicht ohne Grund zur Symbolart der ersten Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer gewählt wurde… (Nationalreservatsverwaltung Wattenmeer)
Brüttisellen, 1.10.10 Red. (mk) (NLPV) Dass Vögel gerne und weit ziehen, ist Wattenmeer-Freunden bekannt, aber wozu Zugvögel tatsächlich in der Lage sind, das verdient schon besonderen Respekt: Eine Pfuhlschnepfe mit dem schönen Namen „E7“ hat es erwiesenermaßen geschafft, 11.500! (in Worten: elftausendfünfhundert) Kilometer „Non Stop“, ohne jede Pause, von Alaska nach Neuseeland zu fliegen. Und das in nur sieben Tagen, das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 56 km/h. Andere Zugvogelarten wie die Seeschwalben fliegen zwar schon mal 20.000 Kilometer weit, leisten sich dabei aber den Luxus von vielen kleinen Zwischenstopps.
Um das Zugverhalten der Pfuhlschnepfen zu erforschen, hatten neuseeländische Wissenschaftler 16 Vögel des pazifischen Bestandes mit kleinen Satellitensendern versehen. So konnten sie das Zugverhalten genau verfolgen. Was da an schier unglaublichen Flugbewegungen zusammen kam, zeigt ein Blick auf den Flugplan von „E7“:
Mitte März: Abflug von Neuseeland, 10.000 km in Richtung China
April/ Mai: Auftanken in China am gelben Meer
Ende Mai: Weiterflug über den Pazifik, 7.300 km bis nach Alaska
Juni bis August: Brut und Jungenaufzucht
Ende August: Non-Stop-Rückflug 11.500 km von Alaska bis Neuseeland
September: Ankunft in Neuseeland
„Hut ab, kleine Schnepfe!“ Und dabei hätte E7 bei ihrem Langstreckenflug den Verlockungen der Südsee erliegen und auf den Fidschi-Inseln oder auf Hawaii zwischenlanden können. Es wäre ihr auch möglich gewesen, den besonders beschwerlichen Weg über den offenen Pazifik abzukürzen. Hat sie aber nicht. Als wäre sie sich ihrer Mission eines neuen Streckenflugrekordes bewusst gewesen, flog sie geradewegs zurück nach Neuseeland. Für die Wissenschaftler ein deutliches Zeichen, dass für die Pfuhlschnepfe solche Entfernungen keine Besonderheiten sind. Bei ihren Flügen ist die Pfuhlschnepfe übrigens nicht allein unterwegs, sie bevorzugt kleine Reisegesellschaften zwischen 30 und 70 Tieren, die sich dann an ihren Rastplätzen zu großen Trupps vereinen.
Wer Artgenossen dieser Hochleistungssportler gern einmal sehen möchte, braucht aber nicht extra zum Pazifik zu reisen. Pfuhlschnepfen sind regelmäßig bei uns im Nationalpark zu Gast. An ihrem langen, ganz leicht nach oben gebogenen Schnabel, mit dem sie im Watt nach Würmern stochern, sind sie gut zu erkennen. Bis zu 60.000 Pfuhlschnepfen rasten jetzt im Herbst im deutschen Wattenmeer. Im Frühjahr, wenn zwei Populationen durchziehen, können es sogar doppelt so viele sein. Während der europäische Bestand, der in Nordskandinavien brütet und an den Küsten von Deutschland bis Spanien überwintert, je nach Witterungsverlauf z.T. nur schlappe 1500 km weit fliegt, bringt es der sibirische Bestand auf seinem Weg von den Brutgebieten Sibiriens über das Wattenmeer bis hin zu den Überwinterungsgebieten in West- und Südafrika immerhin auf stolze 8.000 bis 10.000 Kilometer Flugstrecke pro Weg.
Nicht überall erfahren die tapferen Vögel die nötige Gastfreundschaft. So bedrohen z. B. Großeindeichungen in Korea und China die Rastgebiete der dortigen Population. Umso wichtiger ist es, dass wir in unserem Nationalpark alles tun, um das Überleben der hiesigen Population dieser erstaunlichen Vogelart zu sichern. Und noch eine wichtige Sache machen uns diese gefiederten Weltenbummler deutlich: Effektiver Vogelschutz endet nicht an den Grenzen eines Schutzgebietes, sondern erfordert weltweite Bemühungen.
Mit dieser unglaublichen Leistung der Pfuhlschnepfe, unserer Symbolfigur der ersten Zugvogeltage, soll unsere kleine Entdeckertour in die Welt der Zugvögel enden. Wir hoffen, dass Ihnen die unsere Entdecker – Sonderedition zum Thema Zugvögel gefallen hat und wünschen Ihnen weiterhin viele spannende Zugvogelerlebnisse im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.
2.Zugvogeltage im Wattenmeer
Leserkommentare (0) »




