Samstag, 26. Mai 2012, 19:26:53 Uhr

21. Mai 2010, 08:36

Sicherheit in Thailand nimmt weiter ab

Gefährlichkeit in Thailand nimmt zu!

Wie das EDA in seiner heutigen Ausgabe über Reiseinfos mitteilt, hat sich die Lage auch nach den Unruhen in Bangkok weiter verschärft und die Unruhen haben sich auf die nördliche Landeshälfte ausgedehnt. Daher rät das EDA dringlichst von Reisen nach Thailand ab. Serjöse Reiseunternehmen tun dies ebenfalls.

20.5.2010 Brüttisellen, Red. (mk) Reisehinweise für: Thailand
Letzte Aktualisierung: 19.05.2010
Unverändert gültig: 21.05.110

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Aktuelles

Reisen nach Thailand sind mit Risiken verbunden.

Die Opposition führt seit dem 11. März 2010 in Bangkok täglich Grossdemonstrationen durch. Die Demonstrationen finden in ständig wechselnden Stadtteilen statt und blockieren vorübergehend wichtige Strassen.

Über den Grossraum Bangkok sowie in einigen Provinzen im Zentrum, im Norden und Nordosten des Landes ist der Ausnahmezustand verhängt worden. In Bangkok und einigen Provinzen des Norden und Nordostens gilt seit dem 19. Mai 2010 eine nächtliche Ausgangssperre von 21:00 Uhr bis 05:00 Uhr.

Seit dem 13. Mai 2010 versuchen die Sicherheitskräfte, das von den Demonstranten besetzte Gebiet im Geschäftszentrum von Bangkok abzuriegeln und gewaltsam zu räumen. Die thailändischen Ordnungskräfte sind am 19. Mai 2010 gewaltsam gegen Demonstranten im Zentrum von Bangkok vorgegangen, mit dem Ziel, die seit zwei Monaten dauernde Besetzung eines Teils der Innenstadt in Bangkok zu beenden. Scharmützel in der Innenstadt von Bangkok sind weiterhin im Gange. Sabotageakte werden durchgeführt. Die bewaffneten Zwischenfälle haben bereits zahlreiche Todesopfer und Verletzte gefordert. Als Reaktion auf das Vorgehen der Armee sind Aktionen der Demonstranten auch in anderen Landesteilen wahrscheinlich.

Die politischen Spannungen spitzen sich zu, so dass eine weitere Eskalation der Lage in Bangkok und anderen Landesteilen, vor allem im Norden und Nordosten, nicht ausgeschlossen werden kann. Gewalttätige Auseinandersetzungen, Verkehrsbehinderungen, Demonstrationen, Ausschreitungen und Sabotageakte sind aber auch in anderen in allen Landesteilen möglich.

Falls Sie sich bereits in Bangkok befinden, bleiben Sie im Innern von Gebäuden und versuchen Sie nicht, die Gebiete auf eigene Initiative zu verlassen. Befolgen Sie die Anweisungen der thailändischen Behörden und der Polizei. Informieren Sie sich über die Medien und Bekannte oder im Hotel über die aktuelle Lage.

Bis zur Klärung der Lage wird von Reisen nach Bangkok abgeraten (Flugtransite sind zurzeit möglich). In allen Landesteilen ist grosse Vorsicht angebracht.

Von Touristen- und anderen nicht dringenden Reisen in die nördliche Landeshälfte und die Städte Ayutthaya, Chiang Mai, Chiang Rai, Udon Thani und Khon Kaen wird abgeraten. Beachten Sie die Anweisungen der thailändischen Behörden und der Polizei.

Die Schweizerische Botschaft in Bangkok musste provisorisch geschlossen werden. Ein temporäres Büro wurde eröffnet; genaue Informationen unter
# www.eda.admin.ch/bangkok

Siehe auch Kapitel grundsätzliche Einschätzung.

Individualreisenden wird empfohlen, die Schweizerische Botschaft in Bangkok über ihren Aufenthalt zu informieren und folgende Angaben mitzuteilen: Personalien, Reiseplan sowie Kontaktadressen in Thailand und in der Schweiz.
# ban.vertretung@eda.admin.ch

EDA

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