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12. Februar 2010, 21:43

300 Jahre deutsche Porzellan-Geschichte

Im Jahr 1710 begann in Deutschland eine neue Ära: Die Porzellan-Manufaktur Meissen nahm auf der Albrechtsburg in der sächsischen Elbstadt die Produktion von Porzellan auf. Ein Novum in Europa, denn das begehrte Material wurde bis dahin von den europäischen Fürstenhöfen zu horrenden Preisen aus China importiert. Doch nun war Johann Friedrich Böttger nach jahrelangen Forschungen in Meißen im Jahr 1708 auf die Formel zur Herstellung des „Weißen Goldes“ gekommen. Den 300. Geburtstag der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen im Jahr 2010 nimmt die DZT zum Anlass, die deutsche Porzellangeschichte ganzjährig zu einem Schwerpunkt ihrer weltweiten Marketingaktivitäten zu machen. Seit der Gründung der Meißener Manufaktur im Jahr 1710 sind im ganzen Land weitere Produktionsstätten von Weltruhm entstanden – von Rosenthal in Oberfranken bis Villeroy & Boch im Saarland, von der Porzellanmanufaktur Fürstenberg in Niedersachsen bis zum Schloss Nymphenburg in München. Reisende können viele Manufakturen mit Werksverkäufen sowie Museen und Besucherwerkstätten erleben.

13.2.2010 Brüttisellen (mk) Jubiläumsjahr 300 Jahre Porzellan Manufaktur Meissen

Das Highlight zum 300-jährigen Jubiläum der Porzellan Manufaktur Meissen im Jahr 2010 ist die Weltausstellung der Meissener Porzellankunst: Unter dem Titel „All nations are welcome“ präsentiert die Manufaktur vom 23. Januar bis zum 31. Dezember 2010 eine Sonderausstellung der Extraklasse. Zu sehen sind herausragende Meissener Porzellanstücke, die den Einfluss unterschiedlicher Kulturen und Epochen während der 300-jährigen Geschichte der Manufaktur reflektieren.

So werden unter anderem Porzellane aus den Ursprüngen gezeigt, wie zum Beispiel erste Formen und Dekore, die überwiegend der ostasiatischen Keramik nachempfunden wurden. Zu den Exponaten zählen außerdem Stücke, die im Auftrag der russischen Zarin Katharina II. „der Großen“ gefertigt wurden, ebenso wie moderne Kunstwerke: darunter die Großplastik eines Weißkopfseeadlers, welche das Foyer der neuen amerikanischen Botschaft in Berlin schmückt. Die Porzellan-Manufaktur Meissen präsentiert sich mit der Sonderausstellung als Brücke zwischen Kulturen, Nationen und Religionen der Welt.

Tierisches aus „Weißem Gold“

Als eine von sieben Sonderausstellungen zum Jubiläum 2010 zeigt die Manufaktur Meissen auf der Sonderaus-stellungsfläche im Museum ebenfalls vom 23. Januar bis zum 31. Dezember 2010 die Schau „Der Meissener Porzellan-Zoo für kleine und große Kinder“. Gezeigt wird eine spannende Auswahl von Tierfiguren. Die Inszenierung von Tieren in Meissener Porzellan ist ein Thema, das Künstler vom Barock bis heute beschäftigt hat.

In der Barockzeit war die Haltung von exotischen Tieren ein sehr kostspieliger Luxus, den sich nur Adelige leisten konnten. Von artgerechter Haltung war man damals weit entfernt. Die Nachbildungen exotischer Tiere aus einem luxuriösen Material – dem Meissener Porzellan – waren darum begehrt. Nachdem die Tierplastik im Klassizismus wenig Beachtung fand, erlebte sie im Jugendstil eine Renaissance. Auch in der Zeit zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg entstanden in der Manufaktur Meissen herausragende Tierplastiken.

Erste Jahre der Porzellanherstellung in Meißen

Vom 8. Mai bis zum 31. Oktober 2010 ist auf der Meißener Albrechtsburg die Ausstellung „Der Stein der Weis(s)en. 300 Jahre Mythos Manufaktur Meissen: Die Albrechtsburg als Porzellanschloss“ zu erleben. Hier wurde am 6. Juni 1710 die erste europäische Porzellanmanufaktur gegründet, und von hier aus startete der weltweite Siegeszug des Meissener Porzellans. In den spätgotischen Mauern fanden die ersten Manufakturisten um Johann Friedrich Böttger Schutz für die Herstellung des europäischen Hartporzellans: Die Produktionsweise wurde streng geheim gehalten. Heute zeugt nichts mehr von den Anstrengungen, Arbeitsbedingungen sowie den künstlerischen und technischen Leistungen der ersten 153 Jahre der Manufaktur Meissen. Auf einer Reise zu den Ursprüngen des Meissener Porzellans erzählen im Rahmen der Ausstellung einzigartige Zeugnisse von der Entwicklung und Vollendung des Porzellans in der „unsichtbaren Manufaktur“. Die wirtschaftlichen und technologischen Voraussetzungen sowie die Darstellung des Manufakturbetriebs im Schloss werden zum Jubliäum ebenso anschaulich thematisiert wie technische Innovationen und Entwicklungen aus 300 Jahren Porzellan-Geschichte. Ausgewählte Stücke der frühen Produktionsjahre kehren eigens für die Jubiläumsausstellung zurück an den Ort ihrer Entstehung.

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Meißen-Reiseführer für das Jubiläumsjahr*******Anlässlich des 300-jährigen Bestehens der Porzellan-Manufaktur Meissen hat der Tourismusverband Sächsisches Elbland einen Reiseführer zu den Stätten des Meissener Porzellans aufgelegt. Die Broschüre „Weißes Gold erleben“ ist kostenfrei beim Verband erhältlich. Neben Wissenswertem über die Geschichte des Meissener Porzellans informiert der Reiseführer über Ausstellungen und Veranstaltungen im Jubiläumsjahr und stellt Reisearrangements vor. Die Reisen mit drei Übernachtungen für Individualurlauber und Gruppen- oder Tagesprogramme können direkt beim Tourismusverband Sächsisches Elbland gebucht werden. So verbindet sich bei zahlreichen Kurzreisen das ästhetische mit dem kulinarischen Erlebnis: Ausgewählte Restaurants bereiten regionale Spezialitäten zu, die auf Meissener Porzellan angerichtet und serviert werden. Zu den neuen Reiseangeboten zählt zum Beispiel auch eine Radtour von der Porzellanstadt Meißen in das barocke Dresden, vorbei an den steilen Weinbergterrassen entlang der Elbe. In Dresden erwarten den Aktivreisenden zahlreiche Sehenswürdigkeiten, darunter das 102 Meter lange Porzellan-Wandbild „Fürstenzug“ in der Dresdner Altstadt und die Porzellansammlung im Zwinger, die umfangreichste keramische Spezialsammlung der Welt. Für Urlauber mit kreativer Ader bietet die sächsische Urlaubsregion unter anderem einen Schnupperkurs „Porzellanmalen“ im Atelierhaus der Porzellan-Manufaktur an. Wer es kulinarisch liebt, kann das Thema „Meissener Porzellan“ auch in den sächsischen Weingütern erleben, zum Beispiel bei der Veranstaltungsreihe „Porzellan & Wein“ in der Sächsischen Winzergenossenschaft.********************* Tourismusverband Sächsisches Elbland e.V. Fabrikstraße 16 01662 Meißen Tel.: +49 (0)3521 76350 Fax: +49 (0)3521 763540 info@elbland.de www.elbland.de