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11. Februar 2010, 14:23
Glanzvoller Auftakt der 60. Berlinale
Mit der Weltpremiere des Films Tuan Yuan von Wang Quan’an werden am 11. Februar 2010 in Anwesenheit des Regisseurs und der Darsteller Lisa Lu, Ling Feng, Monica Mo und Jin Na die Internationalen Filmfestspiele Berlin eröffnet. Foto Berlinale aus dem Film Tuan Yuan.
10.2.2010 Brüttisellen (mk) In Anwesenheit von Kulturstaatsminister Bernd Neumann und dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, wird Berlinale-Direktor Dieter Kosslick gemeinsam mit dem Jury-Präsidenten Werner Herzog das Festival eröffnen. Die Veranstaltung wird von ZDF/3sat live im Fernsehen übertragen. Max Raabe & Palast Orchester sorgen für die Musik, Anke Engelke führt durch den Abend.
Der Eröffnungsfilm Tuan Yuan erzählt eine hochbrisante Geschichte aus China. Ein Mann flüchtet anlässlich der roten Revolution nach Taiwan und kehrt dann zurück zu seinen Liebsten nach China.
Die berühmten Gäste
Zu den weiteren prominenten Gästen des Abends gehören:
Maren Ade, Mario Adorf, Marie Bäumer, Bibiana Beglau, Iris Berben, Oliver Berben, Senta Berger, Sebastian Blomberg, Hans-Christoph Blumenberg, Hark Bohm, Claus Boje, Matthias Brandt, Alice Brauner, Artur Brauner, Thomas Brussig, Detlev Buck, Inga Busch, Pepe Danquart, Heikko Deutschmann, August Diehl, Doris Dörrie, Andreas Dresen, Bernd Eichinger, Hannelore Elsner, Benno Fürmann, Florian Gallenberger, Martina Gedeck, Matthias Glasner, Valeska Grisebach, Nina Grosse, Michael Gwisdek, Fritzi Haberlandt, Cosma Shiva Hagen, Corinna Harfouch, Reinhard Hauff, Karoline Herfurth, Hannah Herzsprung, Henry Hübchen, Sandra Hüller, Hermine Huntgeburth, Hannes Jaenicke, Vanessa Jopp, Sibel Kekilli, Burghart Klaußner, Sebastian Koch, Wolfgang Kohlhaase, Nicolette Krebitz, Thomas Kretschmann, Marco Kreuzpaintner, Joachim Król, David Kross, Günter Lamprecht, Gudrun Landgrebe, Dani Levy, Peter Lohmeyer, Anna Loos-Liefers, Florian Lukas, Heike Makatsch, Dagmar Manzel, Eva Mattes, Sunnyi Melles, Birgit Minichmayr, Ursela Monn, Armin Mueller-Stahl, Ulrich Noethen, Jana Pallaske, Christiane Paul, Franziska Petri, Christian Petzold, Rosa von Praunheim, Jürgen Prochnow, Katja Riemann, Oskar Roehler, Armin Rohde, Otto Sander, Helma Sanders-Brahms, Katrin Saß, Tom Schilling, Christoph Schlingensief, Volker Schlöndorff, Hans-Christian Schmid, Maria Schrader, Jessica Schwarz, Robert Stadlober, Hans Steinbichler, Hannes Stöhr, Lena Stolze, Barbara Sukowa, Jasmin Tabatabai, Rudolf Thome, Sabine Timoteo, Jördis Triebel, Tom Tykwer, Nadja Uhl, Christian Ulmen, Idil Üner, Andres Veiel, Michael Verhoeven, Joseph Vilsmaier, Jürgen Vogel, Hans Weingartner, Wim Wenders, Sönke Wortmann, Mennan Yapo, Bettina Zimmermann und Hanns Zischler.
Außerdem hat sich deutsche politische Prominenz angekündigt, darunter der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin Walter Momper und der ehemalige Bundesaußenminister Joschka Fischer.
Die internationale Jury
Unter dem Vorsitz von Werner Herzog entscheidet die Internationale Jury über die Vergabe des Goldenen und der Silbernen Bären sowie des Alfred-Bauer-Preises im Wettbewerb der Berlinale 2010.
Die weiteren Jury-Mitglieder sind Francesca Comencini, Nuruddin Farah, Cornelia Froboess, José Maria Morales, Yu Nan und Renée Zellweger.
Werner Herzog prägte als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des Neuen Deutschen Films eine ganze Ära von Filmschaffenden. In seiner knapp 50jährigen Filmkarriere schuf er über 50 Spiel- und Dokumentarfilme, darunter Aguirre, der Zorn Gottes (1972), Nosferatu – Phantom der Nacht (1979), Fitzcarraldo (1982, Silberne Palme in Cannes für die beste Regie), Grizzly Man (2005) und Encounters at the End of the World (2007), für den er 2009 eine Oscar-Nominierung erhielt. Herzog wurde mit zahlreichen Auszeichnungen großer internationaler Filmfestivals geehrt, unter anderem erhielt er für sein Spielfilmdebüt Lebenszeichen den Silbernen Bären für den Besten Erstlingsfilm auf der Berlinale 1968.
Die talentierte italienische Regisseurin und Autorin Francesca Comencini drehte mit 23 Jahren ihren ersten Spielfilm Pianoforte, für den sie in Venedig den Nachwuchspreis gewann. In Cannes war sie mit The Words of my Father sowie dem Dokumentarfilm Carlo Giuliani, ragazzo vertreten. In Berlin erhielt sie 2004 für I like to Work (Mobbing) den Preis der Ökumenischen Jury. Ihr jüngstes Werk Lo spazio bianco lief 2009 im Wettbewerb in Venedig.
Der Schriftsteller Nuruddin Farah gehört zu den bedeutendsten Autoren des modernen Afrika. Bereits sein erster Roman „Aus einer gekrümmten Rippe“ (1970) machte ihn international bekannt. Farahs Werke, die häufig die Suche nach sozialer und familiärer Identität schildern, wurden in über 20 Sprachen übersetzt. 1998 wurde er mit dem internationalen Neustadt-Literaturpreis ausgezeichnet. Zuletzt erschien 2007 der Roman „Netze“, zweiter Teil einer Trilogie über Farahs Heimat Somalia.
Nach ihrem frühen Ruhm als deutscher Kinderstar wurde Cornelia Froboess zu einer beliebten und äußerst vielseitigen Film- und Theaterschauspielerin. Sie erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, darunter den Ernst-Lubitsch-Preis für ihre Rolle als Claire in der Tucholsky-Verfilmung Rheinsberg (1967). Unter der Regie von Rainer Werner Fassbinder war sie 1982 in Die Sehnsucht der Veronika Voss zu sehen.
Der renommierte spanische Produzent José Maria Morales zeichnet für über 50 Filme von Regisseuren wie Arturo Ripstein, Costa Gavras oder Goran Paskaljevic verantwortlich. Im Berlinale Wettbewerb präsentierte er 2001 La ciénaga (Der Morast) von Lucrecia Martel. 2004 folgte die kraftvolle Familiengeschichte El Abrazo Partido von dem argentinischen Regisseur Daniel Burman, der den Großen Preis der Jury erhielt. Das bewegende Spielfilmdrama La Teta Asustada (Eine Perle Ewigkeit) von Claudia Llosa gewann 2009 den Goldenen Bären.
Die Schauspielerin Yu Nan, in ihrer Heimat China als „Königin des Arthouse-Films“ bekannt, hat eine Reihe eindrucksvoller Frauengestalten gespielt (Lunar Eclipse, The Story of Er Mei) und dafür zahlreiche Darsteller-Preise erhalten. Für ihre Rolle in Tuyas Hochzeit (Goldener Bär der Berlinale 2007) erhielt sie unter anderem die Auszeichnung als beste Schauspielerin beim Chicago International Film Festival. In Hollywood und Babelsberg stand sie 2008 für den Action-Film Speed Racer vor der Kamera.
Die Kinokarriere der international bekannten Oscar-Preisträgerin Renée Zellweger begann u.a. mit Jerry Maguire – Spiel des Lebens, Teurer als Rubine oder Nurse Betty – Gefährliche Träume. Als Titelheldin der Liebeskomödien Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück (2001; Oscarnominierung als Beste Hauptdarstellerin) und der Fortsetzung Bridget Jones – am Rande des Wahnsinns feierte die gebürtige Texanerin einen internationalen Publikums- und Kritikererfolg. Auf der Berlinale brillierte Zellweger 2003 in dem Eröffnungsfilm Chicago, für den sie ebenfalls eine Oscarnominierung als Beste Hauptdarstellerin erhielt, sowie 2004 in dem Wettbewerbsbeitrag Unterwegs nach Cold Mountain, der ihr einen Oscar einbrachte.
Die 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin enden am 21. Februar. Die Preisverleihung findet am 20. Februar 2010 statt.
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Foto Berlinale. Film Tuan Yuan

Bild Berlinale. Foto aus dem Film Tuan Yuan.

Bild Berlinale. Foto aus dem Film Tuan Yuan.

Bild Berlinale. Foto aus dem Film Tuan Yuan.



