Donnerstag, 9. Februar 2012, 01:30:41 Uhr

22. Januar 2010, 08:21

Solothurner Filmtage

Die Bundesrätin Doris Leuthard macht mut - der Direktor des Festivals Ivo Kummer machte keinen Hehl daraus, wie es wirklich um den Schweizer Film steht. Dass bei der Eröffnung ein solches Presseecho auf die Filmemacher niederdonnerte, mit dem hat allerdings niemand gerechnet. Wie selten gross war die Präsenz der Fotografen und Journalisten in Solothurn.

22.1.2010 Brüttisellen (mk) Ivo Kummer meinte den auch, dass dem Schweizer Film im Moment Lebenslust und Mut fehlten. Zudem sei die Bilanz bei Spielfilmen mehr als nüchtern. Einzig der Dokumentarfilm möge ihn noch so einigermassen zu begeistern. Doch es wäre auch hier an der Zeit - eine Revolution zu machen.

Die Bundesrätin sprach von weiterem kreativen Filmraum. Man wolle diesen fördern und nicht einengen. Dazu habe das Parlament ja im Dezember zusätzliche 1,7 Mio Franken locker gemacht. Das Budget sei jetzt auf 46,9 Mio angestiegen. Ob allerdings der Spruch der Bundesrätin "Kunst allein ist brotlos, Kommerz allein trostlos" viel nützt, ist mehr als fraglich. Mit den Milliönchen, die der Bund für die Filmschaffenden locker macht, lassen sich kaum viele gescheite Projekte angehen.

Was man am ersten Abend und gerade zur Eröffnung ein bisschen vermisste war, die Pressefreundlichkeit der hochgelobten Filmgarde. Und wer weiss, bei einem bisschen mehr Verständnis für die Banauser an Filmwissen und Filmverständnis - wären vielleicht ein paar der goldenen Milliönchen mehr locker zu machen. Und die verschmähte Lebenslust und der Mut der Filmemacher würde durch einen grossen Zustupf merklich gesteigert werden.

Bilder Solothurner Filmtage

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