Samstag, 26. Mai 2012, 19:20:18 Uhr


Google Plus

TWITTER

Facebook

Geschichten die das Leben schrieb

Alle Spiele AMF

schwiizerland

MARATHON

SAILING VIDEO

Marcel Krebs

Snowboard-Channel 2011-12

KLUBNACHRICHTEN

21. Oktober 2009, 22:04

Ausstellungen rund um den Mauerfall / Bauhaus-Gebäude

Grenzfahrzeuge in „Little Berlin“

Die Amerikaner nannten es „Little Berlin“: das50 Einwohner- Dorf Mödlareuth, das wie die heutige Hauptstadt zum Symbol der deutschen Teilung wurde. Mit Gründung der beiden deutschen Staaten im Jahr 1949 gehörte der östliche Teil des Ortes zum Territorium der DDR, der westliche Teil zur Bundesrepublik. Foto Musseum Mödlareuth.

Brüttisellen, 21.10.09 (mk) Von 1952 bis 1989 waren beide Ortsteile voneinander abge- riegelt ‒ zunächst durch einen übermannshohen Holzbretter- zaun, ab 1966 durch eine 700 Meter lange und mehr als drei Meter hohe Betonmauer mitten im Ort. Der Teil- abriss der Mauer am 17. Juni 1990 bildete die Geburtsstunde des Deutsch-Deutschen Museums Mödlareuth: Ein rund 200 Meter langer Mauerrest blieb erhalten und bildet heute das Herz- stück der Gedenkstätte. Das Museum erinnert an die Ge- schichte der deutschen Teilung, zum Beispiel noch bis zum 31. März 2010 mit der Sonderausstellung „Umweg Prag. Die Prager Botschaftsflüchtlinge im Herbst ‛89“.

Ab Mitte November 2009 ist die Fahrzeugausstellung „Begrenzte Mobilität“ des Grenzmuseums nach mehreren Wochen Pause wieder zu sehen. In einer neuen Ausstellungshalle zeigt das Museum mehr als 40 Fahrzeuge, mit denen die Grenzschützer aus West und Ost unterwegs waren ‒ vom Mercedes-Jeep der westdeutschen Grenzschützer bis hin zum Trabi-Kübel der Nationalen Volks- armee (NVA) der DDR.

Das Museum hat noch bis zum 31. Oktober 2009 dienstags bis sonntags von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, ab dem 1. November 2009 bis zum 28. Februar 2010 von 9.00 bis 17.00 Uhr.

Information
Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth
Mödlareuth 13
95183 Töpen
Tel.: +49 (0)9295 1334
Fax: +49 (0)9295 1319
museum.moedlareuth@t-online.de
www.moedlareuth.de

Rückblick zwischen Nostalgie und Realität

Vom 20. November 2009 bis zum 10. Januar 2010 erinnert das Städtische Museum Halberstadt mit der Sonderausstellung „20 Jahre friedliche Revolution. 40 Jahre DDR. Zwischen Nostalgie und Realität“ an die Ereignisse des Jahres 1989. Die Präsentation beinhaltet aber auch einen Rückblick auf eine Zeit, die das Leben vieler Ostdeutschen über eine lange Zeit bestimmt hat. Die Schau sucht eine objektive Darstellung zwischen der DDR-Realität und den persönlichen, nach 20 Jahren vielleicht „geschönten“ Lebenserinnerungen der Menschen. Der Untertitel „Zwischen Nostalgie und Realität“ macht deutlich, dass auch an den ganz normalen Alltag erinnert wird. Zu den Themen der Ausstellung gehören unter anderem die Präsentation der Lebens- und Sozial situation in der DDR und in Halberstadt, der Wohnungsbau, die gesellschaftliche Organisation, die Organisationen im Untergrund, die Rolle der Kirche, alternative Gruppierungen sowie Kampftruppen und die NVA-Grenztruppe. Ein Raum ist den nostalgischen Aspekten vorbehalten ‒ beispielsweise, indem die Sammlungsstücke im Umfeld einer kleinen, original-getreu eingerichteten Wohnung mit Möbeln aus der Zeit zwischen 1960 bis 1989 präsentiert werden.

DDR-Zeit und Wiedervereinigung haben auch das Stadtbild von Halberstadt entscheidend geprägt. Während ein großflächiger Abriss alter Bausubstanz in den achtziger Jahren das Zer- störungswerk der Kriegsbomben fortsetzte, hat sich Halber- stadt nach 1990 wieder zu einer attraktiven, sehenswerten und modernen Stadt mit geschichtlich geprägten Anziehungs punkten gemausert. Die Modellstadt für Stadtsanierung wurde bereits 1993 für ihre Erfolge bei der Erhaltung und Erneu- erung historischer Stadträume mit einem Bundespreis aus- gezeichnet, 2001 folgte eine Goldmedaille beim deutsch landweiten Wettbewerb „Leben in historischen Innenstädten und Ortskernen“.

Information
Stadt Halberstadt
Städtisches Museum
Domplatz 36
38820 Halberstadt
Tel.: +49 (0)3941 551470
Fax: +49 (0)3941 551048
www.halberstadt.de

Dessau: Bauhaus in Architektur und Theater

Dessau im Osten Sachsen-Anhalts bietet so viele Bauhaus Bauten wie keine andere Stadt der Welt. Zum 90-jährigen Jubiläum der Kunst- und Designschule entdecken Liebhaber der klassischen Moderne diese architektonischen Schmuck stücke bei geführten Stadtexkursionen in Dessau-Roßlau.

Nach der Gründung in Weimar wurde Dessau ab 1925/26 Zentrum des Bauhauses. Nach Entwürfen von Walter Gropius entstand hier das Bauhausgebäude. Das raumgreifende Ensemble aus Glas, Stahl und Beton entspricht der Idee seines Begründ- ers: Die Form gehorcht der Funktion. Ateliertrakt, Werk- stätten, Berufsschule und Bühne verkörpern mit ihrer ein- zigartigen schöpferischen Atmosphäre sinnfällig den Bauhausgedanken.

Neben dem Bauhausgebäude entwarf Walter Gropius in Dessau auch die Meisterhäuser,bdie zusammen mit dem Bauhausgebäude zum UNESCO-Welterbenzählen, das ehemalige Arbeitsamt im Stadtzentrum sowie die Wohnsiedlung Törten mit 314 Reihen häusern und Hausgärten. Ganz in der Nähe sind die nach den Entwürfen der Bauhauskünstler errichteten Laubenganghäuser, ein Stahlhaus und das ehemalige Wohnhaus von Carl Fieger zu finden. Für die Einkehr empfiehlt sich das direkt an der Elbe gelegene Ausflugsrestaurant Kornhaus.

Vom 20. November bis zum 5. Dezember 2009 bietet Dessau zudem etwas für Freunde des modernen Tanzes: Anlässlich der Festwoche zum 90-jährigen Bauhausjubiläum findet im Bauhaus Dessau das Tanz- und Performancefestival „Figurenräume - Raumfiguren“ statt.

Information
Tourist-Information Dessau-Roßlau
Zerbster Straße 2c
06844 Dessau-Roßlau
Tel.: +49 (0)340 2041442
touristinfo@dessau-rosslau.de
www.dessau-rosslau-tourismus.de

Leserkommentare (0) »

Felsenbuehne Rathen Landesbuehnen Sachsen Bild DT