Mittwoch, 8. Februar 2012, 12:29:44 Uhr

21. Oktober 2009, 22:07

Kunst in Dänemark

* Kunstmuseum Louisiana: Jacob Holdts Amerika zwischen Drogenkonsum und Ghetto-Armut++++++++* Kolding/Südjütland: Moderne Kunst aus der Sammlung Würth im Kunstmuseum Trapholt++++++ * UN-Klimakonferenz in Kopenhagen: Bedrohte
Völker im Fokus des Nationalmuseums+++++++ * ARoS Kunstmuseum in Aarhus/Ostjütland zeigt Jeppe Hein – Sense City++++++ Seltene und unveröffentlichte Werke aus den Archiven des Sozialfotografen Jacob Holdt: USA ZWISCHEN DROGENKONSUM UND GHETTO-ARMUT Kunstmuseum Louisiana in Humlebæk zeigt bis 7. Februar 2010 „Faith, Hope and Love – Jacob Holdts Amerika“ mit 200 Fotos des dänischen Künstlers und Dokumentaristen von den 1970er Jahren bis heute.

Brüttisellen, 20.10.09 (mk) Humlebæk, 19. Oktober 2009 (vdk) Das dänische Kunstmuseum Louisiana zeigt jetzt eine der wichtigsten Fotoaus-stellungen des Jahres. Unter dem Titel „Faith, Hope and Love – Jacob Holdts Amerika“ präsentiert das Museum für moderne Kunst in Humlebæk nördlich von Kopenhagen rund 200 Fotos des dänischen Fotografen und Künstlers Jacob Holdt.

Der 1947 geborene Däne wurde in den 1970er Jahren inter-national bekannt mit seinem Buch „American Pictures“, das seltene Blicke hinter die Kulissen seiner Wahlheimat warf: Holdt besuchte amerikanische Menschen und Stadtteile, die bis dato unbekannt und vergessen waren. Holdts Aufnahmen von schwarzen Ghettokindern, Drogenkonsum oder bewaffneten Jugendlichen waren Sensation und Diskussionsstoff zugleich.

Als erstes Museum der Welt durfte das Kunstmuseum Louisiana das umfangreiche Werkarchiv des Fotografen und Bilderer-zählers, das von Holdts Anfängen in den 1970er Jahren bis in die Gegenwart reicht, sichten. Die jetzt in Dänemark zu sehende Auswahl zeigt 200 meist unveröffentlichte Fotos und Dias, die Holdt nicht nur als Dokumentaristen, sondern auch als großen sozialen Künstler zeigen.

Die Ausstellung ist in Themen wie „Police“, „Affluence“, „Guns“, „Landscape“ oder „Religion“ gegliedert. Die Foto- serien „Martha“, „Mary“ und „John“ widmen sich Amerikanern, die Holdt seit seinen frühen Jahren in regelmäßigen Abständen immer wieder besuchte.

Die Austellung „Faith, Hope an Love – Jacob Holdts Amerika“ in Louisiana ist noch bis einschließlich 7. Februar 2010 zu sehen. Weitere Informationen: Louisiana – Museum of Modern Art, Gl. Strandvej 13, DK-3050 Humlebæk, Tel. +45 4919 0791, Loisiana


Kolding/Südjütland: Malerei des 20. Jahrhunderts im Kunstmuseum Trapholt

LIEBE AUF DEN ERSTEN BLICK
Noch bis zum 28. Februar: Moderne Kunst aus der Sammlung Würth

Kolding, 19. Oktober 2009 (vdk) Noch bis zum 28. Februar 2010 läuft im Kunstmuseum Trapholt in Kolding die große Herbstausstellung mit dem Titel „Kærlighed ved første blik - Moderne kunst fra Sammlung Würth (Liebe auf den ersten Blick – Moderne Kunst aus der Sammlung Würth).

Die verschiedenen Werke namenhafter Künstler nehmen den Besucher mit auf eine Reise durch die internationale Kunstszene des 20. Jahrhunderts. Ob europäische oder amerikanische Malerei, hier ist für jeden etwas dabei, und die Namen der Künstler lesen sich wie das „Who ist who“ der modernen Kunstgeschichte: Roy Lichtenstein, Andy Warhol, Edward Munch, Camille Pissaro, René Magritte oder Georg Baselitz, um nur einige der berühmten Maler zu nennen, deren Werke in Trapholt zu bewundern sind.

Gleichzeitig hat sich die Ausstellung zur Aufgabe gemacht, anhand der verschiedenen Stilrichtungen den enormen technischen, politischen und gesellschaftlichen Wandel im Verlauf des 20. Jahrhunderts aufzuzeigen. Von dieser Dynamik blieb auch die Kunst nicht unberührt. Die Band- breite der künstlerischen Stilrichtungen in der Ausstellung reicht daher vom Impressionismus über den Expressionismus hin zum Surrealismus, der Op-Art oder Pop-Art.

Liebhaber der modernen Kunst werden begeistert sein. Und die Liebe zur modernen Malerei war es letztendlich auch, die den Unternehmer Reinhold Würth veranlasste, mit viel Sorgfalt und Leidenschaft eine der weltweit größten Privat-sammlungen anzulegen. Daher auch der Titel „Liebe auf den ersten Blick“. Alle Exponate dieser Ausstellung entstammen der Sammlung Würth, insgesamt 12.000 Werke, von denen jedoch nur ein Teil in Kolding ausgestellt ist.

Der Eintritt ins Kunstmuseum Trapholt beträgt 70 Kronen (ca. 9,50 Euro) und ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr möglich. Weitere Informationen: Trapholt, Æblehaven 23, 6000 Kolding, Tel: +45 7630 0530, Trapholt


Anlässlich der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen:

BEDROHTE LEBENSRÄUME UND VÖLKER IM FOKUS DES NATIONALMUSEUMS

Neue Sonderausstellung lädt Besucher noch bis 28. Februar 2010

Kopenhagen, 19. Oktober 2009 (vdk) Rechtzeitig zur internat-ionalen UN-Klimakonferenz, die vom 7. bis 18. Dezember in Kopenhagen stattfindet, hat das dänische Nationalmuseum jetzt eine Ausstellung zu Menschen und Leben in einem der besonders bedrohten Lebensräume der Erde eröffnet. Die Sonderausstellung „Regenwaldindianer“ (dän. Regnskovens indianere) folgt den Spuren der Hiwi-, Hoti- und Panare Indianer, die seit Jahrtausenden am Orinoco im südlichen Venezuela leben.

In der multimedialen Schau folgen Museumsbesucher den In- dianern in den Urwald, fahren mit ihnen hinaus auf den Fluss oder begleiten die südamerikanischen Ureinwohner in eines ihrer Gemeinschaftshäuser. Im Mittelpunkt von „Regenwaldindianer“ stehen Alltag, Träume, Mythen- und Sagenwelt der bedrohten Völker, deren Lebensweise immer schwerer aufrechtzuerhalten ist – mit dem Verschwinden des Regenwaldes verschwindet auch die Nähe zur Natur, das Leben im Takt mit den Jahreszeiten.

Im Nationalmuseum folgen Besucher den Indianern von Wohn- platz zu Wohnplatz. Sie gehen auf Entdeckungsreise im Urwald, umgeben von lebensgroßen Regenwaldfotos. Zum au- thentischen Gesamteindruck der Familienausstellung „Regenwaldindianer“ gehören ferner mehr als 450 Original- gegenstände der Indianer, darunter Werkzeuge der Schamanen, Halsketten aus Tierzähnen, Blasrohre, Pfeile, Hängematten und vieles mehr. Die Originale sind Leihgaben der privaten venezuelanischen Cisneros-Stiftung, die sich um ethnische Völker am Orinoco kümmert.

Die Ausstellung „Regenwaldindianer“ im dänischen National museum in Kopenhagen ist noch bis 28. Februar 2010 geöffnet. Das Museum ist täglich außer montags geöffnet. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen: National-museet, Ny Vestergade 10, DK-1220 Kopenhagen K, Tel. +45 3313 4411, Nationalmussee


Große Ausstellung zum 150. Jubiläum:

AROS KUNSTMUSEUM ZEIGT JEPPE HEIN – SENSE CITY
Noch bis zum 21. Februar 2010 in Aarhus/Ostjütland

Aarhus, 19. Oktober 2009 (vdk) Noch bis zum 21. Februar zeigt das ARoS Aarhus Kunstmuseum in Ostjütland eine Werkschau des zeitgenössischen dänischen Installations künstlers Jeppe Hein. Zum 150. Jahrestag des Aarhus Kunst-museums wartet der Neubau ARoS mit der größten Sonder ausstellung seit seiner Eröffnung vor fünf Jahren auf.

Mit „Jeppe Hein - Sense City“ gibt der in London, München, Paris und New York gefeierte Künstler erstmals dem heimischen Publikum die Möglichkeit, seine in den Jahren 2000 bis 2009 entstandenen Werke zu erleben. Unter anderem eine 400 Meter lange Kugelbahn, die wie bei der Ziehung der Lottozahlen auf den eintretenden Besucher reagiert und über zwei Stockwerke an den zeitgenössischen Kunstwerken vorbei-läuft, die Dänemarks bedeutendstes Museum für Gegenwarts- kunst ausmachen. Info: ARoS Aarhus Kunstmuseum, Aros Allé 2, DK-8000 Århus C, Tel. +45 8730 6600, Aros

Leserkommentare (0) »

Foto Ole Hein Pedersen - Distance Jeppe Hein - SENSE CITY

Jeppe Hein - SENSE CITY - Foto Ole Hein Pedersen

Ole Hein Pedersen - Jeppe Hein

Foto Ole Hein Pedersen

Unge på en Taco Bell-restaurant efter highschool-årsbal. Natchez, MS, 2009 Foto: ©Jacob Holdt ----Louisiana – Museum of Modern Art, Gl. Strandvej 13, DK-3050 Humlebæk, Tel. +45 4919 0791, Loisiana

Min millionærven Bill Gandalls superrige venner. Palm Beach, FL. 1973, 18.03. Foto: ©Jacob Holdt------Louisiana – Museum of Modern Art, Gl. Strandvej 13, DK-3050 Humlebæk, Tel. +45 4919 0791, Loisiana

Jacob med kamera for øjet, 2001 Foto: ©Theis Mortensen -------Louisiana – Museum of Modern Art, Gl. Strandvej 13, DK-3050 Humlebæk, Tel. +45 4919 0791, Louisiana

Min værtinde, den tidligere prostituerede, Geegurtha i narkoafvænningscentret. Greensboro, NC. 1974, 07.10. Foto: ©Jacob Holdt -----Louisiana – Museum of Modern Art, Gl. Strandvej 13, DK-3050 Humlebæk, Tel. +45 4919 0791, Louisiana

S ELL (S ÆLG). Virginia. 1974 Foto: ©Jacob Holdt----Louisiana – Museum of Modern Art, Gl. Strandvej 13, DK-3050 Humlebæk, Tel. +45 4919 0791, Louisiana