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23. September 2009, 09:35

Künstlerreisen – wo Emil Nolde den Pinsel schwang

Schleswig-Holstein ist das Land zwischen den Meeren, das schon so manchen Künstler inspiriert hat: Egal, ob es sich um einen berühmten Maler wie Emil Nolde oder um den vielleicht größten deutschen Literaten, Thomas Mann, handelt: die Spuren der Meister verlaufen durch das Land, und Sie können sich
hier auf Spurensuche begeben.

Brüttisellen, 22.9.09 (mk) Westenholz / Flensburg:
Erich Heckel – Seite an Seite mit Emil Nolde

Der malerische Ort Westerholz bei Flensburg, direkt am Flensburg Fjord, war für viele Jahre zeitweiliger Wohnort des expressionistischen Malers Erich Heckel, einem Mitbegründer der berühmten Künstlergruppe „Die Brücke“. Wer hier auf dem „Historischen Wanderweg“ spazieren geht, sieht nicht nur das Meer und alte Obstsorten, sondern auch Heckels ehemaliges Domizil. Wie er seine Eindrücke umgesetzt hat, können die Besucher des Museumsberges in Flensburg nachspüren. Drei Gemälde des Malers sind hier ausgestellt - neben Werken von Ernst Barlach und Emil Nolde. Mehr zu Nolde, seinem Auf- enthalt in Flensburg und der Künstlerkolonie Ekensund gibt es unter Künstlerkolonie Ekensund

Husum: Entdeckungsreise durch Theodor Storms Schimmelreiter-Land

Bei einem Streifzug durch das Schimmelreiter-Land bekommt man ausgewählte Schauplätze in Husum und an der nord- friesischen Küste, die Storm als Vorbild zu seiner unvergesslichen Novelle dienten, zu sehen. Als besonderes Highlight kann man die Entdeckungsreise im historischen Postbus erleben. Der Streifzug ist ganzjährig ab 40,- Euro pro Person buchbar.

Zum 70. Todestag von Adolf Brütt hält Dr. Cornelius Steckner am 6. November einen Vortrag im Nordsee Museum Husum. Adolf Brütt schuf unter anderem das Denkmal von Theodor Mommsen (Historiker) vor der Humboldt-Universität Berlin und die „Tine“ (Figur des Asmussen-Woldsen-Brunnens auf dem Husumer Marktplatz) sowie das Denkmal Theodor Storms im Schlosspark Husum – geboren 1855 gehörte der Husumer in die vorderste Reihe deutscher Bildhauer.
www.husum-tourismus.de

Schleswig: Immer eine Reise wert: der Gottorfer Globus im Schloß Gottorf

Er war ein Wunderwerk der Barockzeit: Im Lusthaus inmitten des Terrassengartens

von Schloß Gottorf ließ Herzog Friedrich III. ab 1650 von seinem Hofgelehrten

Adam Olearius einen riesigen Globus planen und bauen; die Außenfläche bildete die damals bekannte Welt ab, das Kugelinnere zeigte einen vollständigen Himmelsglobus und bot Platz für zwölf Personen – damit war der Gottorfer Globus das früheste Planetarium der Menschheit. 1713 ging der originale Globus nach St. Petersburg. Doch seit gut vier Jahren hat Schleswig wieder einen Globus: Im Mai des Jahres 2005 wurde in Schleswig an historischer Stätte im Barockgarten ein neues Globushaus mit einem rekonstruierten Globus eröffnet. Eine Zeitreise im Globus in die astronom- ische Welt des 17. Jahrhunderts zählt unbestritten zu den absoluten kulturhistorischen und touristischen Highlights, die Schleswig-Holstein zu bieten hat. Um telefonische Voranmeldung unter der Nummer 0049(0)4621.813-222 wird wegen der hohen Nachfrage gebeten.
www.ostseefjordschlei.de

Nordseeinsel Föhr:
Das Meer und die Küste als Kunstgegenstand

Der Name ist hier das Motto:

Das Museum Kunst der Westküste beschäftigt sich mit Kunst rund um das Meer und die Küste. In über 480 Arbeiten doku- mentiert die Sammlung die faszi¬nierende Lebenswelt der nördlichen Küsten- und Inselbewohner. In der Eröffnungs-ausstellung „Von Bergen bis Bergen“ (bis 14. Januar 2010) werden unter anderem Exponate bedeutender Maler wie Max Beckmann, Johan C. C. Dahl, Jozef Israëls, Johan B. Jongkind, P.S. Krøyer, Max Liebermann, Hendrik Willem Mesdag, Edvard Munch, Emil Nolde, Hans Peter Feddersen und Otto H. Engel präsentiert.

Lübeck: Stadt der Nobelpreisträger

Lübeck ist stolz auf seine drei Nobelpreisträger Thomas Mann, Willy Brandt und Günter Grass. Das moderne Literaturmuseum „Buddenbrookhaus“ ist Anziehungspunkt
für Literaturfreunde aus aller Welt. Hier werden auch die Werke von Heinrich Mann und dem Schriftsteller Erich Mühsam gewürdigt. Das Günter Grass-Haus zeigt das bildkünstler- ische Werk des Schriftstellers und Wahl-Lübeckers Grass. Und
das Willy-Brandt-Haus präsentiert in seiner ständigen Ausstellung Leben und Vermächtnis des ehemaligen Bundes-kanzlers und Sohnes der Hansestadt. Das Angebot rund um die drei Nobelpreisträger beinhaltet den Besuch im Budden-brookhaus und im Günter Grass-Haus inklusive Führung, ein Glas Grass-Wein im Wein-Castell, den Besuch im Willy-Brandt-Haus, die Willy-Brandt-Biographie als Geschenk und als kulinarischen Abschluss: das Buddenbrookmenü. Das Angebot ist ganzjährig für 85,- Euro pro Person buchbar. www.luebeck-tourismus.de

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